Alles Gute zum Einrichten
    die-moebelmacher und der Nürnberger Nachhaltigkeitskongress

    1. Innovationsmanagement
    2. Wertekultur der Nachhaltigkeit
    3. Qualifizierung für Zukunftsfähigkeit
    4. Gender Mainstreaming
    5. Ziele des Global Compact der UN, Integrierte Produktpolitik
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    1. Innovationsmanagement:

    In Handwerksbetrieben sind Innovationsprozesse weniger langfristige Planungsvorhaben, als die Reaktion auf sich ändernde Faktoren wie Kapazität, Finanzen, Nachfrage, Mitarbeiterbelastung.

    Beispiel 1:

    Verleimungsvorrichtungen und Maschinen:

    1988: Die 2-Mann Schreinerei arbeitete mit klassischen Schraubzwingen.

    1992: 6 Mitarbeiter benutzen ein Druckluftratsche zum Festziehen der umgebauten Schraubzwingen.

    1997: Die 15 Mann Schreinerei investierte in ein einfaches mechanisches System das platzsparend war und ebenfalls mit Druckluftratsche bedient wurde.

    2002: 18 Mitarbeiter genießen die Vorzüge eines Verleimsterns (Photo links).

    Beispiel 2: Oberflächentechnik

    Bei der Betriebsgründung 1988 legte der Schreinermeister Gunther Münzenberg Wert auf Top-Qualität, sein Kompagnon herwig Danzer auf die Verwendung von Naturfarben. Durch diese seltene Konstellation wurde die Oberflächentechnik mit den Ölen von Livos immer weiter perfektioniert, was zum Beispiel bei den Kochshows mit Profiköchen im Bayerischen Rundfunk und auf der Consumenta immer wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird.

    Beispiel 3: Arbeitsorganisation

    Durch den Neubau im Jahr 1997 konnte das Team in Arbeitsgruppen mit Teamleitern umorganisiert werden. Die Einführung der Vier-Tage-Woche brachte zusätzliche Kapazität durch die Ausweitung der Arbeitszeit auf den Samstag. Die Fachzeitschrift dds berichtete über dieses im Handwerk seltene Teamarbeit- und Arbeitszeitmodell.

    Zum Artikel ins Pressearchiv

    Beispiel 3: Baumaßnahmen

    Der Neubau der Schreinerei im Jahre 1997 hatte die Maxime: "Wir verwenden keine Materialien, die wir unseren Kunden nicht auch für ihr Einfamilienhaus empfehlen würden." Daraus entstand ein vorbildlicher ökologischer Holzbau im Niedrigenergiestandart.

    Für das 2002 fertiggstellt regionale Musterhaus genügte der ökologische Anspruch nicht mehr. Ein Netzwerk aus regionalen Handwerkern arbeitete soweit möglich ausschließlich mit ökologischen Materialien aus der Region. Das Netzwerk "Initativkreis Holz aus der Frankenalb" wurde dafür unter anderem mit dem Best Practice Preis des Bundeswirtschaftsministeriums ausgezeichnet.

    Fotostory über den ökologischen Gewerbebau

    Sonderseite zum regionalen Musterhaus

    Die Zeitschrift house and more (3 mio Auflage) berichtete auf einer Seite über das regionale Musterhaus


    1. Innovationsmanagement
    2. Wertekultur der Nachhaltigkeit
    3. Qualifizierung für Zukunftsfähigkeit
    4. Gender Mainstreaming
    5. Ziele des Global Compact der UN, Integrierte Produktpolitik
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  • 2. Wertekultur der Nachhaltigkeit
  • Auch ein kleiner Betrieb lebt von seiner Glaubwürdigkeit. Gerade in ökologisch orientierten Branchen ist es nicht nur die ganzheitliche Produktion wichtig, sondern vor allem auch die Kommunikation dieser ökologischen und regionalen Vorteile. Die Einbeziehung der Mitarbeiter, der Kunden und der Gesellschaft in die Nachhaltigkeitsdiskusssion ist elementarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Möbelmacher.
  • Beipiel 1: Nachhaltigkeits-EFQM

    Die Möbelmacher sind weltweit der erste Betrieb, der das Selbstbewertungsystem EFQM nach dem Nürnberger Nachhaltigkeitsansatz durchgeführt hat. Alle 17 Mitarbeiter erarbeiteten an zwei Tagen nach viel Vorarbeit einen Verbesserungskatalog, dessen Erfolge regelmäßig überprüft werden.

    Als EFQM-Assesor arbeitete Geschäftsführer herwig Danzer in der Expertengruppe, die die Ergänzung des EFQM-Modells um Nachhaltigkeitsaspekte erarbeitet und in Brüssel ins erneuerte Modell einbringen durfte. Mit den Erfahrungen der Pilotbetriebe soll die Arbeit weitergeführt werden.

    Beispiel 2: Öffentlichkeitsarbeit

    Die Öffentlichkeitsarbeit muß die Kriterein der Nachhaltigkeit deutlich machen, um den Mehrwert von Möbeln aus der Region darzustellen. Dazu veranstalten die Möbelmacher jährlich die dreitägigen Unterkrumbacher Werkstatt-Tage mit unterschiedlichen Events vom klassischen Konzert über die Podiumsdiskussion bis zu Workshops. Neben den Messeauftritten mit Kochshows ist vor allem der seit 1997 erscheinende Info-Kalender (eine Art Jahrbuch) das Organ der Möbelmacher. Redaktionell werden Nachhaltigkeitsthemen unterhaltsam aufgearbeitet.

    Kostenlos bestellen (solange vorrätig)

    Beipiel 3: Zusammenarbeit

    Langfristige Beziehungen zu Handwerkern aus der Region aber auch zu internationalen Lieferanten erhöhen den Wert einer Organisation. Am Beispiel unseres Matratzen-Lieferanten Pro Natura läßt sich zeigen, wie die langjährige konstruktive Zusammenarbeit auch die Auszeichnung vom Händler des Monats über den Händler des Jahrzehnts brachte. Aber nicht nur die Produktentwicklung wird hier mitgestaltet, sondern auch europaweite Marketingmaßnahmen im Vorfeld in Unterkrumbach getestet. Selbst Schulungsseminare finden in unseren Räumen statt, was der heimischen Gastronomie einige Vorteile beschert.


    1. Innovationsmanagement
    2. Wertekultur der Nachhaltigkeit
    3. Qualifizierung für Zukunftsfähigkeit
    4. Gender Mainstreaming
    5. Ziele des Global Compact der UN, Integrierte Produktpolitik
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  • 3. Qualifizierung für Zukunftsfähigkeit
  • Die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens zählt zu den wichtigsten Zielen nachhaltigkeitsorientierter Unternehmen. Gerade die Einrichtungsbranche leidet unter der momentanen Kaufzurückhaltung. Umso wichtiger werden Weiterbildungsmaßnahmen vom Lehrling bis zum Geschäftsführer. Außergewöhnlichen Kompetenzen können auch heutzutage noch Kunden begeistern und von der einseitigen Betrachtung des Preisarguments wegführen.

  • Unser Küchenspezialist Helmut Neugebauer bei einer Kochschulung unseres Lieferanten Rösle.
    Beipiele für "ewiges Lernen" bei den Möbelmachern:
    • EFQM-Workshops für alle Mitarbeiter
    • EFQM-Assessorenausbildung für herwig Danzer
    • Helmut Neugebauer und herwig Danzer werden bei Imperial zum Ernährungsexperten ausgebildet
    • Gunther Münzenberg nimmt am Pilotprojekt der Handwerkskammer zur Optimierung der Druckluftanlagen teil
    • Telefonschulung für betroffenen Mitarbeiter
    • Siemensschulung für unsere Küchenspezialisten
    • Zweitägige Schulung zu Gutmann Dunstabzugshauben für Küchenspezialisten
    • Schulung für alle im Verkauf beschäftigten Mitarbeiter über Polstermöbel und Leder bei Jori

    Das Buch, in dem unter anderem die Möbelmacher vom BUND und "Unternehmensgrün" vorgestellt werden, können Sie bei uns bestellen (18:50 Euro) , Mail genügt.

    Einen ersten Eindruck bekommen Sie hier als PDF-Datei.


    1. Innovationsmanagement
    2. Wertekultur der Nachhaltigkeit
    3. Qualifizierung für Zukunftsfähigkeit
    4. Gender Mainstreaming
    5. Ziele des Global Compact der UN, Integrierte Produktpolitik
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  • 4.Gender Mainstreaming
  • Die Frau im Handwerk und sogar in der Möbelschreinerei ist leider immernoch die Ausnahme. Die positive Außenwirkung von Frauen auf Kunden und Gesellschaft wird unterschätzt, auch wenn es einige gegenteilige Erfahrungen gibt ("Hättet Ihr mir für die schwere (nicht körperlich gemeint) Arbeit keinen Mann schicken können?").
  • Auflagen der Berufsgenossenschaften müssen noch immer als Ausrede für die Nichteinstellung von Frauen herhalten.
  • Beispiele:
    • Die Möbelmacher haben die höchste weibliche Ausbildungsquote der Schreinerinnung Nürnberger Land und nach Vermutungen der Handwerkskammer auch in Franken und Bayern (45% statt 25% im Branchendurchschnitt)
    • Marlen Zimmermann (Bild oben), Lehrling 1992, ist eine von vier Gruppenleiterinnen. Im Handwerk leider die Ausnahme.
    • Von 33 Lehrlingen seit 1989 waren 15 Frauen und 18 Männer (45%). 12 Preise (Innungsbeste oder Preis beim Designwettbewerb "die gute Form") holten die Frauen, 13 die Männer.
    • Durch flexibel regelbare Arbeitszeiten können Frauen und Männer besonderen Anforderungen der Familie gerecht werden (z.B. Freie Tage wegen Kinderbetreuung für geschiedene Männer).
    • Aufnahme in die Datenbank "der familienfreundliche Betrieb" Der Artikel öffnet in einem neuen Fenster.


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    3. Qualifizierung für Zukunftsfähigkeit
    4. Gender Mainstreaming
    5. Ziele des Global Compact der UN, Integrierte Produktpolitik
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  • 5. Ziele des Global Compact der UN, Integrierte Produktpolitik
  • Den Zielen des Global Compact fühlen sich die Möbelmacher natürlich verpflichtet, auch wenn die Arbeit einer 17-Personen Schreinerei nur winzige Beiträge dazu liefern kann. Die ökologische Ausrichtung der Firma hat aber auch einen großen Einfluß auf die entwickelten und vertriebenen Produkte. Integrierte Produktpolitik hat also selbst bei der Einzelanfertigung eine große Bedeutung für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen.
  • Auch das Fernsehen interessiert sich für die Verwertung des regionalen Holzes mit dem mobilen Sägewerk. Hier während einer Pressekonferenz, die zusammen mit dem Bund Naturschutz in Unterkrumbach zum Thema "rotkernige Buche" abgehalten wurde.

    Beispiele:
    • Einzelanfertigung von langlebigen Möbeln aus dem Massivholz der benachbarten Wälder mit leicht nachpflegbarer Oberfläche aus Naturharzölen
    • Ökologischer Gewerbebau und regionales Musterhaus sollen die Unternehmensphilosophie ganzheitlich und glaubwürdig darstellen
    • Die Rücknahmegarantie wurde zwar noch nie in Anspruch genommen, der Umzugs, Umbau und Auffrischungsservice aber sehr häufig
    • Blick über den Tellerrand durch die innovative Produktentwicklung mit Rindentuch, einem neuen Material, das in Uganda Erwerbsmöglichkeiten für die Bevölkerung schaffen soll. (barkcloth.de)


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    Die Kurzexpertise des Branchenkenners Michael Borchardt und viele andere Details zur EFQM-Selbstbewertung der Möbelmacher nach dem Nürnerger Nachhaltigkeitsansatz finden Sie hier. Auf die Möbelmacher-homepage kommen Sie unter: home